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Was ist ein Split Sheet – und brauche ich das nach dem Beat-Kauf wirklich?

3 Min Lesezeit 23. August 2026
Was ist ein Split Sheet – und brauche ich das nach dem Beat-Kauf wirklich?
KI-BILD

Split Sheet klingt nach Major-Label-Papierkram. Du willst nur einen Song droppen. Brauchst du das nach einem Beat-Kauf wirklich – oder ist das Overkill?

Die ehrliche Antwort: Für den Beat-Kauf selbst reicht die Lizenz. Für alles, was danach Geld verdienen soll (Streaming, Sync, Features, Radio), brauchst du Klarheit, wer welchen Anteil hat. Ein Split Sheet ist genau diese Klarheit auf einer Seite.


Was ein Split Sheet ist – in einem Satz

Ein Split Sheet ist eine Liste: Songtitel, Beteiligte, Rolle (Komposition / Text / Produktion), Prozente. Alle unterschreiben, bevor der Track groß rausgeht – oder zumindest, bevor Geld fließt.

Es ist kein Ersatz für die Beat-Lizenz. Die Lizenz sagt: Du darfst den Beat nutzen. Das Split Sheet sagt: Wer bekommt was, wenn der Song verdient.


Typische Aufteilung bei gekauftem Exclusive-Beat

Jedes Projekt ist anders. Ein häufiges Bild:

RolleWerTypisch
Komposition (Musik)Beat-ProducerMusik-Anteil
TextDu (und ggf. Co-Writer)Text-Anteil
PerformanceDu als Artistoft separat (GVL/Nachbarrechte)
Verlagnur wenn einer im Spiel istVerlagsanteil

Kauf des Beats ändert nicht automatisch, dass du Komponist der Musik wirst. Du kaufst Rechte zur Nutzung. Der Producer bleibt in der Regel Urheber der Beats – so steht es in seriösen Lizenzen, auch bei KidPatronBeats.

Wenn du zusätzlich Melodien oder Hooks schreibst, die über den Beat hinausgehen, kann sich der Musik-Anteil verschieben. Dann gehört das ins Split Sheet, nicht nur ins Bauchgefühl.


Wann du wirklich eines brauchst

Brauchen: Feature-Partner, zweiter Texter, Mixer mit Punkte-Deal, Verlag, Sync-Anfrage, Streitgefahr.

Noch aufschiebbar: Du allein, noch kein Release, noch kein Geld. Trotzdem: Credits sofort notieren (Producer-Name, Kaufdatum, Lizenz-ID). Nach einem Jahr weißt du das nicht mehr.

Fehler, der teuer wird: Song geht viral, dann erst über Anteile reden. Dann reden Anwälte.


Was ins Sheet gehört (Minimum)

  • Songtitel (final, nicht „beat_14_final2“)
  • Datum
  • Namen und Künstler-Aliasse
  • Rollen + Prozent (zusammen 100 % je Kategorie, klar getrennt Musik/Text)
  • GEMA/IPI, falls vorhanden
  • Unterschriften (digital reicht, wenn alle zustimmen)

Pack die Beat-Lizenz-PDF dazu in denselben Ordner. Split Sheet ohne Lizenz ist ein Puzzle ohne Kanten.


Credits vs. Split Sheet vs. Metadata

Drei Ebenen, die Leute vermischen:

  1. Cover / YouTube-Beschreibung – Menschen lesen das
  2. Distributor-Metadata (Spotify, DistroKid & Co.) – Plattformen und PRO lesen das
  3. Split Sheet / GEMA-Meldung – Geldverteilung

Wenn nur 1 stimmt und 3 fehlt, hast du Image, aber keine saubere Kasse. Wenn 3 stimmt und 1 fehlt, verletzt du oft trotzdem den Vertrag (Nennungspflicht).


Fazit

Die Beat-Lizenz ist der Kauf. Das Split Sheet ist die Landkarte fürs Geld danach. Du brauchst sie nicht am Tag des Checkouts – du brauchst die Infos, bevor mehr als eine Person am Song verdient.

Bei uns bekommst du mit jedem Exclusive-Kauf eine Lizenz mit Namen plus Dateien. Producer-Credit und Komponisten-Rolle stehen damit schon fest – das ist die Basis für dein Sheet.

Exklusive Beats mit Lizenz-PDF


Das war Artikel 10 unserer TAYA-Serie. Mehr Wissen findest du unter Artist Boost.

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